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1 Erwartete Ergebnisse und Wirkungen

Die gesellschaftlichen Anforderungen an die schulische Bildungs- und Erziehungsarbeit reichen von Erwartungen an die fachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler bis hin zu langfristigen Wirkungen. Zu den langfristigen Wirkungen – auch im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung – tragen aber auch außerschulische und informelle Lebens- und Erfahrungsbereiche der Kinder und Jugendlichen entscheidend bei.Die Kriterien bzw. Qualitätsaussagen in diesem Inhaltsbereich greifen sowohl Bildungs- und Erziehungsziele auf, die am Ende eines Bildungsganges stehen, wie auch langfristige Wirkungen, die dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler ihren Alltag organisieren sowie erfolgreich am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.Die Ergebnisse und langfristigen Wirkungen werden hier mit Blick auf den schulisch zu verantwortenden Beitrag zur Erreichung dieser Ziele beschrieben, der unter anderem in einer optimalen Steuerung der Prozesse in den Inhaltsbereichen Lehren und Lernen, Schulkultur, Professionalisierung sowie Führung und Management liegt.Im Sinne eines leistungsstarken und sozial gerechten Bildungssystems, das Schülerinnen und Schülern mit ihren unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lernbedingungen gerecht wird, ist im Hinblick auf Schulqualität die Verringerung von ungleichen Bildungschancen und Benachteiligungen - insbesondere in institutioneller und struktureller Hinsicht – ein weiteres zentrales Anliegen und eine gesellschaftliche Erwartung sowohl an die Bildungspolitik wie auch an die schulische Bildungs- und Erziehungsarbeit.Die Qualität der Erziehungs- und Unterrichtsarbeit drückt sich zudem in der Zufriedenheit der Beteiligten, der aufnehmenden Institutionen, sowie des Umfeldes der Schule aus. Zufriedenheit ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiches und wirksames Unterrichten.Der Inhaltsbereich Erwartete Ergebnisse und Wirkungen nimmt ausschließlich die Erwartungen an die Bildungs- und Erziehungsarbeit, also die Resultate („Output“) und Ziele im Sinne langfristiger Wirkungen („Outcome“) in den Blick, während die Lern- und Lehrprozesse und die sie flankierenden Führungs-, Steuerungs- und Organisationsprozesse Gegenstand anderer Inhaltsbereiche des Referenzrahmens sind.

1.1 Fachliche und überfachliche Kompetenzen

    1.1.1 Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die dargelegten fachlichen Kompetenzen, die in den Bildungsstandards, Lehrplänen, Bildungsplänen, Richtlinien und weiteren Vorgaben ausgewiesen sind.
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    • Die Schülerinnen und Schüler werden den Anforderungen in einem Lernbereich bzw. Fach bestmöglich gerecht.
    • Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die in den Vorgaben aufgezeigten Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, in variablen Anforderungssituationen erfolgreich und verantwortlich handeln zu können.
    • Die Schülerinnen und Schüler verfügen über entsprechende Haltungen und Bereitschaften, ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten und ihr Wissen in unterschiedlichen Anforderungssituationen einzubringen und zu nutzen.
    • Die Schülerinnen und Schüler, die zieldifferent unterrichtet werden, erreichen individuelle Leistungen auf der Grundlage der fachlichen und entwicklungsbezogenen Ziele des individuellen Lern- und Entwicklungsplans.
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    1.1.2 Die Schülerinnen und Schüler verfügen über überfachliche Kompetenzen, wie sie in Schulgesetz, Richtlinien, weiteren Vorgaben zu pädagogischen und gesellschaftlich bedeutenden Aufgabenbereichen und KMK-Vereinbarungen aufgeführt sind.
    Medienkompetenzrahmen NRW

    Medienberatung NRW
    Bertha-von-Suttner-Platz 1
    40227 Düsseldorf

     

    Das Portal bietet Informationen, Unterrichtsideen und Hilfestellungen zum Medienkompetenzrahmen NRW. Link zum Portal eingesehen am: 03.09.2020

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    • Die Schülerinnen und Schüler verfügen über fachbezogene und fächerübergreifende Methoden- und Lernkompetenz, wie z. B. Lernstrategien, Arbeits-, Moderations- und Präsentationstechniken.
    • Die Schülerinnen und Schüler verfügen über Medienkompetenz gemäß dem Medienkompetenzrahmen NRW bzw. den Vorgaben zu digitalen Schlüsselkompetenzen im Berufskolleg sowie weiterer darauf aufbauender Konzepte.
    • Die Schülerinnen und Schüler verfügen über sozial-kommunikative Kompetenzen, wie z. B. Empathie, Kommunikations-, Kooperations- und Konfliktfähigkeit.
    • Die Schülerinnen und Schüler verfügen über personale Kompetenzen, wie z. B. Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft, Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstreflexion.
    • Die Schülerinnen und Schüler verfügen über Alltags- und Gestaltungskompetenzen; sie können z. B.
      • sich im Alltag angesichts unterschiedlicher Anforderungen und Bedingungen orientieren und organisieren,
      • sowohl mit unvollständigen als auch überkomplexen Situationen umgehen,
      • Chancen, Risiken, Gefahren und Unsicherheiten erkennen und abwägen sowie Gefahren für körperliche und seelische Gesundheit vermeiden,
      • mit Widersprüchen, Ambiguitäten und Dissens umgehen.
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1.2 Schullaufbahn und Abschlüsse

    1.2.1 Die Schule sorgt dafür, dass die Schülerinnen und Schüler ihren Bildungsgang erfolgreich durchlaufen können.
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    • Die Potenziale von allen Schülerinnen und Schülern werden individuell bestmöglich entwickelt, dass sie ggf. in einen höheren Bildungsgang oder auf eine höhere Anforderungsebene wechseln können.
    • Wenige Schülerinnen und Schüler wechseln in einen niedrigeren Bildungsgang oder auf eine niedrigere Anforderungsebene.
    • Die Anzahl der Wiederholerinnen und Wiederholer ist gering.
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    1.2.2 Die Schule übernimmt Verantwortung dafür, dass die Schülerinnen und Schüler die angestrebten schulischen oder beruflichen Abschlüsse erreichen und eine realistische Anschlussperspektive entwickeln.
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    • Die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne schulischen oder beruflichen Abschluss ist gering.
    • Möglichst wenige Schülerinnen und Schüler müssen die Abschlussprüfungen wiederholen.
    • Möglichst viele Schülerinnen und Schüler erreichen gute Ergebnisse bei den Abschlussprüfungen.
    • Möglichst viele Schülerinnen und Schüler im zieldifferenten Förderschwerpunkt Lernen erreichen einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss.
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1.3 Schulzufriedenheit und Außenwirkung

    1.3.1 Die Qualität der schulischen Arbeit wirkt sich positiv auf die Zufriedenheit aller an Schule Beteiligten aus.
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    • Die an Schule Beteiligten beurteilen die Schule unter Qualitätsmerkmalen, wie sie u. a. im Referenzrahmen Schulqualität NRW ausgewiesenen sind, grundsätzlich positiv.
    • Die an Schule Beteiligten besuchen die Schule gerne, fühlen sich dort wohl und werden wertgeschätzt.
    • Die an Schule Beteiligten lernen an bzw. arbeiten gerne in der Schule.
    • Die Arbeitsbedingungen, die beispielsweise in Form der Klassengröße, Unterrichtsverteilung, Verteilung von Verwaltungsaufgaben, Gebäude- und Materialausstattung und Unterstützungssystemen zum Ausdruck kommen, werden von allen an Schule Beteiligten als unterstützend wahrgenommen.
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    1.3.2 Die an Schule Beteiligten identifizieren sich mit ihrer Schule.
    Identifikation mit der Schule über Partizipation erreichen Becker, Helle 2014 Partizipation von Schülerinnen und Schülern im GanzTag. Das Themenheft aus der Schriftenreihe "Der GanzTag in NRW. Beiträge zur Qualitätsentwicklung" informiert darüber, wie Partizipation in der Schule ermöglicht und konkret umgesetzt werden kann, so dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler und Elternteile das Schulleben aktiv mitgestalten.  Link zum Material eingesehen am: 03.09.2020

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    • Die an Schule Beteiligten identifizieren sich mit ihrer Schule und nehmen diese als gemeinsamen Lern- und Lebensraum wahr.
    • Das schulische Personal, die Schülerinnen und Schüler, die Erziehungsberechtigten und Ausbildungsbetriebe sowie die Kooperationspartner beteiligen sich aktiv und zahlreich an der Gestaltung des Schullebens und der Lernumgebung.
    • Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Erziehungsberechtigte äußern sich in der Öffentlichkeit positiv über die Schule.
    • Ehemalige Schülerinnen und Schüler zeigen Verbundenheit zur Schule.
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    1.3.3 Die Qualität der schulischen Arbeit wird positiv in der Öffentlichkeit wahrgenommen.
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    • Andere Einrichtungen, Betriebe und Institutionen in der Region schätzen die Schule als Kooperationspartner und sind zufrieden mit der Qualität der schulischen Bildung und Erziehung.
    • Vereine, Betriebe, Bildungspartner und kommunale Einrichtungen zeigen eine hohe Bereitschaft, sich für Vorhaben und Projekte der Schule (auch finanziell) zu engagieren.
    • In der Schule finden Diskussionsforen, Veranstaltungen, Besuche von Fachgruppen und Aufführungen der Schule eine positive Resonanz.
    • In Veröffentlichungen, Auszeichnungen und der Presse wird die Arbeit der Schule gewürdigt.
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1.4 Langfristige Wirkungen

    1.4.1 Die Schule schöpft ihre Möglichkeiten zur Verringerung von ungleichen Bildungschancen und Benachteiligungen aus.
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    • Die Schule trägt dazu bei, dass die Wahl des weiteren Bildungsweges nicht von Merkmalen wie beispielsweise sozialem Status, Zuwanderungsgeschichte, Geschlecht oder Behinderung geprägt ist.
    • Die Schule trägt dazu bei, dass bei der Berufswahl geschlechtsbezogene Rollenzuschreibungen überwunden werden und eine selbstbestimmte und unabhängige Lebensführung ermöglicht wird.
    • Die Schule trägt dazu bei, dass alle Schülerinnen und Schüler nach erfolgreichem Schulbesuch den Besuch einer weiterführenden Schule, eine Ausbildung, ein Studium oder eine Erwerbstätigkeit anstreben.
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    1.4.2 Die von den Schülerinnen und Schülern erworbenen Kompetenzen ermöglichen ihnen weiteres erfolgreiches Lernen.
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    • Die Schülerinnen und Schüler kommen mit den Anforderungen der aufnehmenden Einrichtungen gut zurecht und absolvieren den weiterführenden Bildungsweg erfolgreich.
    • Die Schule trägt dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler motiviert und befähigt sind, lebenslang zu lernen.
    • Die Schule trägt dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler kreativ mit neuen Anforderungen umgehen und sich entsprechende Kompetenzen und Wissensbestände selbstständig in unterschiedlichen Kontexten, auch unter Nutzung digitaler Möglichkeiten und Angebote, erarbeiten können.
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    1.4.3 Die Schule schafft Voraussetzungen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler sich in ihrer weiteren Biographie am politischen und gesellschaftlichen Leben beteiligen können und Lebens- und Berufsperspektiven für sich selbst erkennen und nutzen.
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    • Die Schule trägt zur Entwicklung von Wertorientierungen und Haltungen bei, die für die Bereitschaft, sich auf der Grundlage der Grundrechte zu engagieren und am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzuhaben, grundlegend sind.
    • Die Schule trägt dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler sich in politischen und gesellschaftlichen Bereichen engagieren und Verantwortung übernehmen.
    • Die Schule trägt dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler aktiv am kulturellen Leben teilnehmen können.
    • Die Schule trägt dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler die Bereitschaft entwickeln, sich ehrenamtlich zu engagieren.
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